Stahlsorten japanischer Küchenmesser
Shirogami, Aogami, VG-10 und SG2: Wer sich mit japanischen Küchenmessern beschäftigt, begegnet diesen Namen schnell. Die Stahlsorte verrät jedoch noch nicht, wie gut ein fertiges Messer schneidet. Auch Klingenstärke, Wärmebehandlung und Schliff spielen eine Rolle. Worauf sollten Sie beim Vergleich konkreter Modelle achten?
Shirogami (Weißpapierstahl)
Reaktive Gruppe von Kohlenstoffstählen. Prüfen Sie die genaue Sorte, Wärmebehandlung und Korrosionspflege.
Aogami (Blaupapierstahl)
Legierte Gruppe von Kohlenstoffstählen. Achten Sie auf Sorte, Klingenaufbau und vorgesehenen Einsatz.
VG-10
Korrosionsbeständiger Küchenmesserstahl. Der konkrete Schliff, die Behandlung und die Nachschärfung hängen vom fertigen Messer ab.
SG2 / SPG2
Pulvermetallurgischer korrosionsbeständiger Stahl. Prüfen Sie die genaue Bezeichnung, geeignete Schleifmittel und den Aufpreis.
Fragen beim Kauf
Fragen Sie nach Kern- und Außenlagen, Schliff, Händigkeit, empfohlenem Schärfen sowie Rückgabebedingungen.
Kernstahl und Außenlagen unterscheiden
Nicht jede Klinge besteht aus nur einer Stahlsorte. Bei manchen Messern ist ein Kern aus Kohlenstoffstahl von rostbeständigeren Außenlagen umgeben. Die Seiten lassen sich dann leichter pflegen, die freiliegende Schneide braucht aber weiterhin die Pflege des Kernstahls. Fragen Sie beim Kauf nach beiden Materialien.